von Florian Krampe

Von Rudern, Schleusen und Steuerwechsel – eine Ruderwanderfahrt zur Marina Rünthe

Am 22. August 2026 machten sich vier Vierer auf den Weg zur Marina Rünthe. Die Strecke verlangte den Mannschaften einiges ab: An der Schleuse waren Geduld und Geschick gefragt, die Steuerwechsel forderten sicheren Tritt und gutes Gleichgewicht. Entscheidend war jedoch, dass sich alle im Boot aufeinander verlassen konnten. Und auch das sei vorweggenommen: Alle blieben trocken.

Chef-Organisator Volker Burgard hatte die Tour gründlich vorbereitet. Bevor die ersten Blätter ins Wasser tauchten, gab es eine kurze Einweisung. Dabei ging es auch um eine besondere Aufgabe: den Wechsel auf dem Steuerplatz – mitten auf dem Wasser und ohne anzulegen. Was an Land noch recht einfach klang, sollte später für einige beinahe akrobatische Einlagen sorgen.

Nach den ersten Metern auf der Lippe setzte die Gruppe auf den Datteln-Hamm-Kanal über. Dort wartete bereits die nächste Herausforderung: die Schleuse. Vor dem geschlossenen Tor hieß es zunächst, Ruhe zu bewahren. Mit Enterhaken sicherten sich die Mannschaften an den Spundwänden und brachten ihre Boote in Position. Auf engem Raum kam es auf klare Kommandos, Konzentration und gegenseitige Unterstützung an.

Nach der Schleuse nahm die Flotte Kurs auf die Marina Rünthe. Unterwegs wechselten die Steuerleute regelmäßig ihre Plätze. Dabei wurde vorsichtig geklettert, geduckt und balanciert. Das verlangte Beweglichkeit und Vertrauen in die Mannschaft. Trotz aller artistischen Ansätze landete niemand im Kanal.

In der Marina begrüßte die Hafenwärterin die Gruppe freundlich. Am Gästesteg kamen die mitgebrachten Fender zum Einsatz. Anschließend wartete im Hafencafé bereits ein reservierter Tisch – eine willkommene Pause nach den ersten Kilometern. Eine besonders motivierte Mannschaft legte keine Pause ein: ihr Boot nahm direkt Kurs auf den Preußenhafen.

Pünktlich zum Rückweg klarte der Himmel auf. Dazu kam ein angenehmer Schiebewind, der die Boote auf den letzten Kilometern unterstützte. So zeigte sich auch das Wetter noch von seiner besten Seite.

Nicht nur die Bedingungen stimmten. Auch der Zeitplan ging nach 30 km (bzw. 45 km) nahezu auf die Minute auf. Der Tag wird allen freudig in Gedächtnis bleiben und macht Lust auf weitere Wanderfahrten.