von Jan Wenner

Der RC bei der 50. Vogalonga in Venedig

Einmal mit Muskelkraft durch die Lagune von Venedig, vorbei an historischen Palästen, Inseln und Brücken: Mitglieder des Ruderclub Hamm nahmen an der 50. Vogalonga teil und erlebten damit eine der eindrucksvollsten Breitensportveranstaltungen Europas.

Die Vogalonga 2026 fand am 24. Mai in Venedig statt und führte über einen rund 30 Kilometer langen Kurs durch die Lagune, vorbei an den Inseln und durch den berühmten Canal Grande. Offiziell wird die Veranstaltung als nicht-kompetitive Fahrt verstanden: Es geht nicht um Platzierungen oder Zeiten, sondern um die gemeinsame Begeisterung für das Rudern, Paddeln und die Fortbewegung auf dem Wasser – ausschließlich mit Muskelkraft.

Entsprechend bunt und vielfältig war das Teilnehmerfeld: Rund 2.000 Boote und etwa 8.000 Ruderinnen, Ruderer und Paddler aus aller Welt machten sich auf den Weg. Neben klassischen Ruderbooten waren auch Kajaks, Drachenboote, Stand-up-Paddler, venezianische Boote und zahlreiche Eigenkonstruktionen unterwegs.

Pünktlich um 9 Uhr wurde die 50. Vogalonga mit dem traditionellen Kanonenschuss gestartet. Vom Markusbecken aus führte die Strecke hinaus in die Lagune, durch eindrucksvolle Wasserlandschaften und später zurück in die Stadt. Besonders emotional war die Rückkehr durch den Canal Grande: Von der Rialtobrücke, der Accademia-Brücke und den Ufern winkten und jubelten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer den Sportlerinnen und Sportlern zu.

Für die Hammer Teilnehmer war die Vogalonga weit mehr als eine sportliche Herausforderung. Die historische Kulisse Venedigs, das gemeinsame Unterwegssein mit tausenden Wassersportbegeisterten und die besondere Atmosphäre auf dem Wasser machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zugleich erinnert die Vogalonga an ihren ursprünglichen Gedanken: ein Zeichen für den Schutz Venedigs, seiner Lagune und der traditionellen, nachhaltigen Fortbewegung auf dem Wasser.

So wurde die Reise nach Venedig für den Ruderclub Hamm zu einer besonderen Wanderfahrt: sportlich anspruchsvoll, kulturell einzigartig und getragen von genau dem Gemeinschaftsgefühl, das den Rudersport ausmacht.